BNNYHUNNA, REFERENZIERT

Ich stelle mir eine zukünftige Version von mir selbst vor, die ohne Zögern erschafft
- KEIN SCHRUMPFEN, NUR ERWEITERN - UND LÄDT AUCH ANDERE IN DIESEN RAUM EIN]

Name: Benjamin Ankomah
Geburtsdatum: 25. Januar 1998
Geburtsort: Amsterdam, Niederlande
Beruf: Multiinstrumentalist, Musikproduzent, Komponist

REFERENZ : Benjamin, gibt es ein Detail oder eine Entscheidung, von der du hoffst, dass die Leute deine Musik bemerken?

Benjamin : Ich hoffe, die Leute bemerken den Freiraum, den ich in der Musik lasse. Ich versuche, so gut es geht, Momente zu schaffen, in denen alles zu atmen scheint. Diese Entscheidungen sind bewusst getroffen, denn dort liegt für mich der Kern der Emotion.

REFERENZ: Gibt es ein Detail in Ihrer Musik, das auf Ihre Kindheit und Jugend zurückgeht?

Benjamin : Oh, absolut. Die Verbindung von Rhythmus und Spiritualität in meiner Musik stammt direkt aus meiner Erziehung. Musik spielte in meinem Elternhaus eine große Rolle. Es ging dabei sowohl um Ausdruck als auch um Halt, und das prägt noch heute alles, was ich mache.

[ICH HOFFE, DIE LEERSTELLEN BEMERKEN DIE PUNKTE, DIE ICH IN DER MUSIK LASSE. DORT LIEGT FÜR MICH DIE EMOTION.]

REFERENZ : Gibt es einen bestimmten Moment oder eine Erinnerung, zu der Sie beim kreativen Schaffen immer wieder zurückkehren?

Benjamin: Ich erinnere mich oft an das Gefühl aus meiner Kindheit, als ich in einem erfüllten Kirchensaal saß. In diesem Zustand denke ich nicht viel nach, ich lasse einfach alles auf mich wirken. Dieses Gefühl überkommt mich jedes Mal und beflügelt meine Kreativität.

[Ich kehre oft zu dem Gefühl zurück, als Kind in einem erfüllten Kirchensaal zu sitzen. In diesem Zustand denke ich über nichts nach, ich lasse einfach alles auf mich wirken. Dieses Gefühl überkommt mich jedes Mal und beflügelt meine Kreativität.]

REFERENZ : Gibt es eine Gewohnheit oder ein persönliches Ritual, das Sie durchführen, bevor Sie diesen Zustand erreichen?

Benjamin: Ja, immer. Ich brauche Stille. Einfach einen kurzen Moment für mich, um mich zu konzentrieren und in den Flow zu kommen. Ich schalte mein Handy aus, suche mir einen ruhigen Ort und atme tief durch. Das hilft mir, mich auf das einzulassen, was auch immer sich zeigen möchte.

Vor den Auftritten bete ich mit der Band. Das hilft uns, uns zu entspannen, und Gott um Führung zu bitten, gibt mir Zuversicht.

REFERENZ: Gibt es eine Referenz aus Ihrem Leben außerhalb der Musik, die immer wieder Eingang in Ihre Arbeit findet?

Benjamin: Architektur! Mich fasziniert, wie Raum ein Gefühl erzeugen kann. Ob Zimmer, Straße oder nur ein kurzer Augenblick irgendwo – das spielt keine Rolle. Dieses Gefühl von Struktur und der dadurch entstehende Fluss werden in meinem Kopf oft zu einer Art Musik.

REFERENZ: Worauf strebst du hin?

Benjamin: Freiheit, vor allem. Meinem Instinkt vertrauen. Eine musikalische Welt erschaffen, die mich in jeder Note widerspiegelt. Ich stelle mir eine zukünftige Version von mir vor, die ohne Zögern kreiert – ohne sich zurückzuziehen, nur um sich zu entfalten – und andere in diesen Raum einlädt.

Dieses Porträt entstand während des Super Sonic Jazz Festivals 2025 in Amsterdam. Besonderer Dank gilt BNNYHUNNA und dem Festivalteam für die herzliche Aufnahme. Text: Jan-Willem Wesselingh. Fotografie: Laurent Stevens. Styling: Calico Club.